GKV oder PKV? - Entscheidungshilfen
Sie stehen vor der Frage: In der GKV bleiben oder in die PKV wechseln? Wir möchten Ihnen hier Informationsmaterial aus vielen unterschiedlichen Quellen zu Verfügung stellen, um Sie bei Ihrer wichtigen Entscheidung zu unterstützen.
Die grössten Unterschiede der beiden Systeme bestehen zum einen in der Finanzierungsform. Die gesetzlichen Krankenkassen sind umlagefinanziert, das heisst, es werden kaum Rückstellungen gebildet. Die privaten Krankenversicherungen arbeiten nach dem System der Kapitaldeckung. Obwohl nur ca. 8% der Bevölkerung dort voll krankenversichert sind, haben diese bis heute ca. 140 Milliarden € an Altersrückstellungen gebildet. Im Gegensatz dazu muss für dieses Jahr bei den Krankenkassen wieder mit einem Steuerzuschuss von ca. 15 Milliarden oder mehr gerechnet werden.
Zum anderen können vereinbarte Leistungen in der PKV nicht einfach gestrichen werden, im Gegensatz zur GKV. Unzählige Gesundheitsreformen (zählen Sie bitte selbst nach) haben die Leistungen der GKV seit 1976 ordentlich schrumpfen lassen. Deshalb ist ein Beitragsentwicklungsvergleich der beiden Systeme nicht möglich und eher als unseriös einzustufen. Wenn Sie sich also Gedanken über eine Selbstbeteiligung in einem Tarif der PKV machen, vergessen Sie bitte nicht, die gibt es in der GKV schon lange. Sie heissen nur anders, nämlich Zuzahlungen und betragen jährlich im Regelfall bis zu 2% Ihres Familieneinkommens!
Einen kurzen leicht verständlichen Überblick über die Unterschiede von GKV und PKV in der Leistung finden Sie hier in der Broschüre des PKV-Verbandes über den Basistarif.
Wie die Beiträge in Zukunft in der GKV erhoben werden (weiterhin einkommensabhängig oder Kopfpauschale) ist auch noch nicht klar! Jeden Tag kommen neue Informationen. Wie in der PKV schon seit langem kalkuliert wird können Sie in einer weiteren Broschüre des PKV-Verbandes hier nachlesen. Die Broschüre bietet einen Einblick in die Kalkulationsgrundlagen der privaten Krankenversicherung und erklärt zentrale Begriffe wie Äquivalenzprinzip oder Alterungsrückstellungen.
Ein interessanter Artikel zum Thema Kapitaldeckung ist im Handelsblatt erschienen. Nun scheinen auch einige gesetzliche Krankenkassen dieses Thema für sich zu entdecken, zumindest für die Pflegepflichtversicherung. Dann kann es wohl so falsch nicht sein, besonders bei dieser Meldung!
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Nach unserer Meinung kann das Umlageverfahren wegen der demographischen Probleme nicht mehr lange gutgehen, aber wie gesagt, das ist unsere Meinung. Machen Sie sich selbst ein Bild und entscheiden Sie dann:
GKV oder doch lieber PKV?
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